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Kuckucksuhren in Baku, Ingo Petz 5th of November, 2006 POST·MERIDIEM 02:20

Kuckucksuhren in Baku, Ingo Petz, 253 Seiten. Petz ist journalist, Wessie, hat Slawistik an der Uni studiert, wohnt in Friedrichshain. Der ist nach Aserbaidschan gefahren, offensichtlich um dieses Buch zu recherchieren, und hat zwei Monate da verbracht, bei dem Geburtsort Richard Sorges.

Ich mag den Mensch nicht besonders; er hat die Reise unternommen ohne feste Pläne, hat nicht mal versucht die Grundlagen der Sprache zu lernen (OK, Aserbaidschanisch ist keine Weltsprache, aber es ist eng mit Türkisch verwandt, also es wäre nicht nutzlos in Deutschland), amüsierte sich ständig mit Taxifahrer weil er nichts zu tun hatte — ich meine, was? Taxifahrer, die im Normalfall eine Karikatur der Bevölkerung sind, wenn nicht Einwanderer?

Das Land scheint grausam und ein wenig deprimierend, genauso wie das Leben von Igor Stein, der letzte Volksdeutsche des Gebiets, ein Mensch der sich ständig säuft, da es nichts interessanteres in seinem Dorf zu tun gibt. Der Titel des Buches kommt von seinem Wohnzimmer, ein Raum voller Souvenirs aus einem der Geschichte angehörend Deutschland. Unser Korrespondent macht nichts interessantes, schreibt trotzdem sorgfältig über seine Langeweile, und am Ende erklärt sich als mit dem Land begeistert. Ein komischer Kerl.

Wort des Tages: Ташаккур ist Tadschikisch für ‚Danke‘, und besteht auch auf Aserbaidschanisch.

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